Warum machen wir das Alles eigentlich?
Weil wir es lieben Menschen zusammen zu bringen und gemeinsam Abenteuer in der freien Natur zu erleben. Musik zu geniessen und Dinge passieren zu lassen, die man nicht erwartet hat. Überrascht zu werden, sich mitreißen zu lassen und ein Jahr lang Erlebnisse im Herzen mit sich zu tragen, die dich jederzeit wieder zum Schmunzeln bringen und die Vorfreude steigen lässt Jahr für Jahr für Jahr.

Feierkultur
Diese Art der Kultur halten wir in der Region für besonders wichtig, weil sie verbindet. Sie verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft aller Altersklassen zu einer Gemeinschaft, sie schafft Begegnungen an diesem einen Wochenende, die es sonst vielleicht niemals gegeben hätte, und sie kreiert eine gemeinsame Erinnerung, die zeitlos ist. Wir sind der festen Überzeugung, dass es in der heutigen Zeit nichts Wichtigeres geben kann, als Leute dazu zu bringen, aufeinander zuzugehen, respektvoll und wohlwollend miteinander umzugehen. Diese Art der Kultur bringt die Natur dem Menschen näher und eröffnet gleichfalls Bezug zur Region und Landwirtschaft. Vor allen Dingen, verbindet sie aber auch durch Kunst und Musik und dem Spaß am Leben durch Freiheit und Liebe.

Naturkult
Die Landschaft rund um das Oewerall hat es wirklich in sich. Entstanden ist die Landschaft vor circa 14.000 Jahren, geprägt und geformt durch die letzte Eiszeit. In der Rosenthaler Staffel, wie die Gegend in Fachkreisen genannt wird, wird der damals bis zu 1000 Meter hohe Eisvorstoß durch Endmoränen markiert, dessen Einfluss sich noch heute in Form von Urstromtälern der Oder, Randow und Uecker niederschlägt. So findet man hier auch unzählige Sölle, also kreisrunde und ovale Kleingewässer in offener Landschaft, entstanden durch das Vernässen von eiszeitlichen Toteislöchern.

Auch die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Region mit ihren fruchtbaren Böden geht auf die Eiszeit zurück. Die Gegend ist nahezu gesäumt von weiten Ackerflächen, grünen Alleen, Pflastersteinstraßen und Natursteingebäuden. Auch Reste von 600-700 Jahre alten Huteeichen-Wäldern oder Obstalleen aus DDR-Zeiten sind allgegenwärtig. Und wem das noch nicht reicht, den überzeugen spätestens die furchteinflößenden Baumriesen, alte Kopfweiden (Baba-Jaga-Hexenbäume), übermannshohe Findlinge, oder Trockenhänge voll Zittergras, Salbei und Mauerpfeffer von dem unverwechselbaren Charme der Region.

Esskultur
Mindestens so wichtig für ein Festival wie gute Musik, ist auch das Wohlbefinden der Gäste. Und wie könnte man dies besser fördern als durch ein breites und durchdachtes Angebot von fairen, biologischen und größtenteils nachhaltigen Produkten aus der Region.

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Kultregion
Grünz ist ein ganz zauberhaftes Dorf umgeben von wunderschöner Landschaft. Doch auch hier haben Bauern und Dorfbewohner mit ganz alltäglichen Dingen zu kämpfen. Uns als Veranstalter, die das Dorf und seine Bewohner so unendlich stark ins Herzen geschlossen haben, ist es daher wichtig, auch außerhalb des Festivals etwas für unsere Wahlheimat zu tun. Dieses Fleckchen Natur ist wirklich immer eine Reise wert und man kann hier auch außerhalb der Festivalsaison unglaublich schön entspannen. Bereits jetzt schmeißen sich die Dorfbewohner mächtig in Schale, damit sie und ihre Ferienhäuser auch nach dem Festival zu einem Badeausflug einladen. Dabei könnt ihr dann nicht nur in aller Seelenruhe entspannen, sondern gleichzeitig auch die regionalen Produkte für euch gewinnen.

Sprachkultur
Sicherlich haben sich einige von euch schon gefragt, wie wir auf den doch etwas ungewöhnlichen Namen für unser Festival gekommen sind. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Oewerall ist eine Art Plattdeutsch und bedeutet Überall. In der Uckermark findet sich sogar noch ein weiterer Unterdialekt, das sogenannte Uckermärker Platt. Ein enger Bekannter das Brandenburger Platt, kennen viele Berliner sicherlich noch ganz gut, wenn auch nur unwissentlich. Worte wie „kieken“ für gucken, „picheln“ für trinken oder „Schietkram“ für Müll sind bis zum heutigen Tage vielen Berlinern geläufig. Durch unsere Namensgebung wollten wir euch den entzückenden Dialekt mit der Unterstützung durch die Region gerne näherbringen und hoffen, er bringt euch genauso zum Schmunzeln wie uns.

Müllkultur
Wie geschichtsträchtig und wunderschön die Umgebung des Oeweralls ist, haben wir soeben versucht zu skizzieren. Umso wichtiger ist es dafür zu sorgen, dass sie auch so bleibt. Dieses wunderschöne, fast noch unberührte Fleckchen in Grünz ist einzigartig und es ist an jedem Einzelnen von uns, gewissenhaft und nachhaltig damit umzugehen. Nicht nur die Biotope, umgeben von schützendem Schilf für die Vögel zur Brutzeit, auch das Ackerland, welches uns für 3 Tage und Nächte Raum bieten wird, lebt und bedarf eines sensiblen Umgangs.

Bereits eine Woche nach unserem Festival wird der Acker neu bestellt und aus diesem Grund ist es ungemein wichtig, euch vorab zu sensibilisieren und in den ökologischen und aufwendigen Prozess einzubinden. Zu diesem Zweck arbeiten wir mit einer tollen Wertstoff-Kruu aus Österreich zusammen, die den Müll nicht nur vor Ort sammelt, sondern ihn auch gleichzeitig trennt. Dies geschieht nicht nur aus Liebe zur Umwelt sondern bietet gleichfalls den schnellsten Weg, den lebenden Acker innerhalb kürzester Zeit wieder in seine Ausgangsposition zu führen.

Daher gilt: geht bitte sorgsam mit unserem geliebten Acker um und hinterlasst keinen Müll (keine Kronkorken, Konfetti oder anderen Plastikmüll), nirgends! Bitte nutzt die ausgehändigten Müllbeutel und holt euch den Müllpfand wieder am Müllcontainer, ebenso euren Pfand an der Bar. Achtet auf unsere künstlerisch gestalteten Taschenaschenbecher-Stationen, die liebevoll drapiert auf dem gesamten Gelände verteilt sind und an denen ihr euch frei bedienen könnt. Nur so können wir auch noch in kommenden Jahren hier zusammen feiern.

<< Nachhaltigkeit >>
haben wir uns als langfristiges Ziel gesetzt. Dazu brauchen wir eure Hilfe, denn so einfach ist das leider nicht – die Kosten für Eco-Toiletten sind beispielsweise so hoch, dass wir es auch dieses Jahr noch nicht schaffen, komplett auf Dixies zu verzichten.
Aber wir sind zuversichtlich und auf einem guten Weg.

DANKE!

„Möge der Acker mit uns sein“

Kooperationen

Die Vision von Quartiermeister ist eine gerechtere Wirtschaft, die für den Menschen da ist. Quartiermeister etabliert ein ganzheitliches Wirtschaften nach Prinzipien und postulieren eine Wirtschaftsordnung jenseits von Profitmaximierung, Ausbeutung und Wachstumszwang. Quartiermeister fördert mit den Gewinnen aus dem Bierverkauf soziale Projekte, arbeitet regional, glaubt an Unabhängigkeit, sind transparent, ermöglichen Partizipation und agieren bewusst politisch. Quartiermeister versucht stets uns & das Produkt noch korrekter und nachhaltiger zu gestalten und wird von einem ehrenamtlichen Verein kontrolliert.

„Love Foundation ist ein internationales Netzwerk von Künstlern, Musikern und Aktivisten die seit 5 Jahren und in mittlerweile 9 Ländern, Events organisieren um Geld zusammeln für soziale Projekte. Unser momentanes Hauptprojekt ist ein WASH Project ( Water, Sanitation & Hygiene), dass wir gemeinsam mit Viva con Agua in Kenia umsetzen. Unsere Events varrieren von Parties über Kunstaustellungen bis hinzu Fussballturnieren. Die Grundidee ist das jeder bei LF seine eigene Leidenschaft einbringen kann und wir ihm oder ihr helfen ein Event im Rahmen dieser zu organisieren. Das besondere dabei ist, dass alle Leute untentgeltlich aktiv sind egal ob DJ, Buchhalter oder Event Organisator. Dieses Jahr gehen wir das erste Mal mit der Jurte auf Festival Tour und freuen uns schon darauf euch bei unseren Workshops beim Oewerall willkommen zu heissen. Wir finanzieren uns durch einen eigenen Sozialen Kiosk und spenden allen finanziellen Überschuss an unser Wasserprojekt. Für mehr Infos schaut mal auf www.love-foundation.org.

Laut der WWF Studie „Das große Wegschmeißen“ landen über 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln pro Jahr in Deutschland in der Tonne. Die Mission von SirPlus ist es, diese Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und Lücken zu schließen, die die Tafeln nicht abdecken können. SirPlus unterstützt Hersteller, Händler und Landwirte, und schafft kreative und effiziente Lösungen überschüssige, aber noch genießbare Lebensmittel vor der Entsorgung zu retten. Wir kaufen Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern, oder nicht normgerechter Größe/Form sowie Produkte, die kurz vor oder kurz nach dem MHD stehen (Snacks, Getränke etc.) für einen kleinen Preis auf. Verkauft werden die überschüssigen Lebensmittel in dem 1. Berliner Rettermarkt,  unserem Online-Shop, sowie Kooperationen mit Gastronomen und anderen Unternehmen. So bringt SirPlus die geretteten Lebensmittel wieder zurück in den Lebensmittelkreislauf und somit in die Mitte der Gesellschaft.